Es begann wie jedes andere Jahr. Aus irgendeinem Grund fuhr ich schon im Januar häufiger hinaus als sonst. Heute weiß ich, dass genau das mein Glück war. Denn im restlichen Jahr waren die Bedingungen ungewöhnlich schlecht. Keine einzige außergewöhnliche Welle zeigte sich mehr vor meiner Kamera. Als im Dezember eine Sturm und Wellenwarnung herausgegeben wurde, mit Prognosen von bis zu 13 Metern, dachte ich: Jetzt ist meine Zeit gekommen. Doch nichts davon trat ein. Die Wellen erreichten zwar teilweise sechs oder vielleicht sogar sieben Meter Höhe, doch sie waren chaotisch und unberechenbar. Dazu kam der Regen. Zwei Wochen lang regnete es nahezu ununterbrochen. Straßen wurden überflutet, die Landschaft an vielen Stellen neu geformt. Es war frustrierend. Du wartest monatelang darauf, die Schönheit und Kraft des Ozeans wieder einzufangen und am Ende entsteht kein einziges Bild. Doch genau das macht diese Aufnahmen so besonders. Man kann nichts erzwingen. Manchmal kommt es im Leben einfach darauf an, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.










