Das Ende einer ganz besonderen Zeit. Mir gelang es nur noch, drei Wellen auf Fuerteventura einzufangen. Als das Jahr begann, ahnten wir nicht, dass wir die Insel nur drei Monate später verlassen würden. Doch das Leben findet oft seinen eigenen Weg, wenn wir bereit sind, ihm zu folgen. Wenn ich heute auf all die Jahre zurückblicke, hatte das Meer jedes Jahr ein anderes Gesicht. Andere Farben. Andere Lichtstimmungen. Andere Formationen. Und genau das machte jede Saison einzigartig. Mit diesen letzten drei Wellen hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, angekommen zu sein. Nicht, weil es nichts mehr zu entdecken gab, sondern weil ich alles erzählt hatte, was ich auf Fuerteventura erzählen wollte. Ich war bereit, weiterzugehen. Bereit, neue Orte zu entdecken und zu sehen, was das Leben noch für mich bereithält. Wenn ich heute daran denke, dass diese Bilder inzwischen bei so vielen Menschen hängen, in ihren Wohnzimmern, Büros und sogar in verschiedenen Ländern, erfüllt mich das mit tiefer Dankbarkeit. Denn am Ende sind es nicht einfach nur Fotografien. Es sind Momente meines Lebens, die nun Teil des Lebens anderer Menschen geworden sind. Und ich glaube, etwas Schöneres kann man als Fotograf kaum erleben.



