In diesem Jahr reiste ich viel über die Kanarischen Inseln. Ich war auf der Suche nach etwas. Nach einem Motiv, das mich genauso begeistern würde wie damals die Hundefotografie. Ich fotografierte alles. Schiffe und Schiffswracks. Berge. Katzen. Straßen. Sonnenauf- und Sonnenuntergänge. Surfer. Schluchten. Gebäude. Portraits. Makroaufnahmen. Ich ließ nichts aus. Die Bilder waren gut. Manche sogar sehr gut. Doch ich fühlte wenig. Mit der Zeit machte sich Verzweiflung breit. Ich wurde müde vom ständigen Suchen und dem Druck, endlich etwas finden zu müssen. Also hörte ich auf. Und ich glaube heute, dass genau das die beste Entscheidung war. Ich ließ mich treiben. Der Druck verschwand. Ich wurde wieder freier. Erst im nächsten Jahr verstand ich, wonach ich die ganze Zeit gesucht hatte. Die Wellen. Sie waren die ganze Zeit da. Ich hatte sie gesehen, aber ich hatte sie nicht erkannt. Diese Erfahrung hat mir etwas Wichtiges gezeigt: Je mehr wir versuchen, etwas zu erzwingen, desto blinder werden wir oft für das, was längst vor uns liegt.













