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mirage
Über fünf Wochen hinweg verbrachte ich beinahe jeden Morgen mehrere Stunden bei den Flamingos.
Ich kam immer wieder an denselben Ort, beobachtete ihre Bewegungen, ihre Ruhe, ihre Distanz.
Mit der Zeit entstand eine stille Vertrautheit.
Und eines Morgens geschah etwas, das ich bis heute kaum erklären kann: Zum ersten Mal ließen sie mich wirklich nah an sich heran.
Kein plötzliches Ereignis. Keine Bewegung, die diesen Moment angekündigt hätte. Es war einfach da.
Die Welt wurde still. Das Wasser bewegte sich kaum noch, das Licht wurde weich, und zwischen uns entstand für einen kurzen Augenblick etwas, das sich weniger wie Beobachtung anfühlte — sondern wie gegenseitiges Vertrauen.
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