
makani
Makani trägt mehr als nur die Kraft eines Moments in sich.
Zu dieser Zeit stand ich noch relativ am Anfang meiner Wellenfotografie. Ich fuhr hinaus wie so oft, ohne besondere Erwartungen. An diesem Tag bewegte ich mich etwas weiter abseits – in eine felsigere Ecke, rauer, unberechenbarer, fern der gewohnten Linie.
Dann geschah etwas, das ich bis dahin weder kannte noch auf Fuerteventura erwartet hätte.
Zwei Wellen liefen ineinander, bauten sich gegeneinander auf und formten einen gewaltigen Backwash.
Wasser traf auf Wasser, Energie auf Energie.
Für einen kurzen Augenblick entstand etwas Rohes, Seltenes und vollkommen Eigenes – eine Erscheinung von vielleicht fünf bis sechs Metern, bevor sie wieder im Ozean verschwand. Ich wusste in diesem Moment noch nicht, wie sehr mich solche Augenblicke prägen würden.
Der Name Makani stammt aus dem Hawaiianischen und bedeutet Wind. Er steht für einen weiteren Traum – eines Tages die Wellen Hawaiis zu fotografieren. Gleichzeitig ist er ein Symbol für Fuerteventura, für den stetigen Wind, für die Insel, auf der alles begann.
Makani ist deshalb mehr als eine Welle.
Es ist Erinnerung, Ursprung und Ausblick zugleich.





